Lisa

Es taucht auf in Albträumen, manchmal auch aus heiterem Himmel mitten am Tag. Nach solchen Träumen habe ich furchtbare Angst und fühle mich allein. Verkrieche  mich am liebsten in meiner Decke. Ich will mich nicht mehr erinnern. Also stehe ich auf, oft schon sehr früh, stelle mich unter die Dusche und lasse das warme Wasser laufen, bis das Bad schon ganz vernebelt ist. Aber warm ist mir dann trotzdem nicht. Ich fühle mich so abgeschnitten von der Welt.

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Paul

Seither mag ich keine Autobahnen mehr. Schon wenn ich das Schild zur Auffahrt sehe, mein Vater beschleunigt, dann bekomme ich dieses flaue Gefühl im Magen.

Dann kommen die Bilder immer wieder zurück: Wie wir im Stau stehen, langsam an den Unfall heranfahren und wie mich plötzlich das Entsetzen packt. Es war kalt und es regnete. Der Regen prasselte laut auf unser Auto. Das Unfallauto war rot und ich habe nicht wegschauen können. Diese Bilder und Geräusche kommen und kommen immer wieder und gehen nicht mehr weg. Ich weiß nicht, was ich dagegen tun kann.

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Tatja

Die Pausenhalle ist das Schlimmste. Manchmal ist es beim Kiosk auch schwierig, aber die Pausenhalle ist mit Abstand das Schlimmste.

Da sind sie dann alle, sitzen am Tisch direkt am Eingang und gucken und flüstern und lachen. Das Lachen ist das Schlimmste! Man fühlt sich so alleine irgendwie, keiner will mehr mit einem reden, wenn die anderen so tuscheln. Ich gehe lieber schon in die Klasse, einfach den Kopf gesenkt halten und hoffen, dass mich niemand sieht. Immer weitergehen, Hauptsache, ich treffe nicht ihre Blicke!

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