Britta

Scheiße, der Wecker. Schon wieder in die Schule. Ich will nicht in die Schule. Ich will nicht aufstehen. Bin schon kaputt, wenn ich morgens aufwache. Könnte einfach im Bett liegen bleiben. Aus dem Fenster gucken und weinen. Ist doch alles kacke. Macht alles überhaupt keinen Sinn.

Ich will einfach weiter in meinem Bett liegen und nichts mitbekommen von der blöden Welt da draußen. Ach man, ich könnte schon wieder heulen. Alles ist schwarz und schwer wie Blei.

Das bringt doch eh nichts in der Schule.

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Lorenz

Es fühlt sich an wie hinter einer Glasscheibe. Als wäre ich eine Schaufensterpuppe und schaue den Menschen da draußen beim Leben zu. Sie stehen auf, gehen in die Schule oder zur Arbeit, kochen Ewigkeiten etwas, das sie dann gleich wieder aufessen. Nichts bleibt.

Wozu das alles? Am Ende sind wir doch alle tot und alles war umsonst. Ich verstehe nicht, was die Leute hinter der Scheibe antreibt. In mir ist alles leer. Manchmal halte ich das nicht mehr aus und wünsche mir, dass es aufhört.

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Anna

Es ist immer schwer, wenn jemand stirbt, den man liebt, aber wenn es die eigene Mutter ist, ist es fast nicht zu ertragen. Es brennt irgendwie, es fühlt sich so an, als würde es nie wieder besser gehen, und man versucht, sich daran festzuhalten, dass es für den kranken Menschen eine Erlösung ist. Das ist das Einzige, was hilft, aber der Schmerz ist trotzdem da. Der Schmerz, die Trauer, die Ohnmacht, die Gleichgültigkeit für alles andere.

Ich war mir vorher nicht sicher, ob ich wirklich zu diesem Familientreffen will. Jetzt finde ich ganz gut, die anderen zu sehen, zusammenzusitzen, zu reden.

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